Kampf dem Übergewicht

Eigentlich wollte ich etwas über die Diäten schreiben, die ich bisher mehr oder weniger erfolgreich ausprobiert habe, und meine Erfahrungen mit einigen Recherchen im Internet ergänzen. Dabei bin ich bei wikipedia hängengeblieben und habe mich ein wenig mit den Fakten zum grundlegenden Thema Fettsucht beschäftigt.

„Bei der Adipositas (lat. adeps ‚Fett‘), Fettleibigkeit oder Obesitas […], umgangssprachlich auch Fettsucht, handelt es sich um eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht, die durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist.“ (Quelle: wikipedia)

Das klingt so, als wäre ich „nur“ krank, und nicht selber schuld an meinem körperlichen Umfang. Ich verstehe nicht, wie man das Übergewicht als Krankheit beschreiben kann, denn ich bin mir sicher, dass nicht alle Dicken unverschuldet zugenommen haben. Ich bin gesund und habe auch keinen psychischen Schaden – würde ich mal von mir behaupten. Es sei denn mangelndes Selbstbewusstsein gehört auch in die Kategorie Krankheit.

Von Adipositas spricht man ab einem BMI von 30. Meiner liegt derzeit bei 49 (Berechnung: BMI=Gewicht in kg geteilt durch Größe in m zum Quadrat). Oha … Um mein Normalgewicht zu erreichen muss ich mich also halbieren.

Bei wikipedia steht außerdem, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung von der Fettverteilung abhängt, wobei der Birnentyp hier besser wegkommt als der Apfeltyp. Aber egal wo das Fett sitzt, ab einem Bauchumfang von 80 cm bei Frauen und 92 cm bei Männern beginnt die gesundheits-riskante Fettgrenze.

Interessant fand ich noch, dass bei Fettleibigkeit wohl doch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Die Gene prägen Grundumsatz und Nahrungsverwertung, sowie das Fettverteilungsmuster. Klasse! Somit habe ich beste Überlebenschancen in Mangelzeiten. Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich deswegen schwerer abnehme als andere, die nicht mit diesem genetischen Rettungs(bauch)ring  beglückt wurden. Es sieht ganz danach aus, denn ich zähle zu den guten Futterverwertern, und das bedeutet, ich gebe wenig umgesetzte Energie frei.  Also muss ich am besten Nahrung zu mir nehmen, die viel Energie bei der Verdauung verbraucht. Das wären dann ballaststoffreiche und proteinhaltige Lebensmittel. Rohes Gemüse hat auch mehr Ballaststoffe, als gekochtes, meine ich mich zu erinnern. Also mehr Rohkost knabbern. Und ich müsste Energie verbrauchen, indem ich mich körperlich mehr betätige.

Auch wissenswert: Bestimmte Fette lagert der Körper leichter ein, wie Cholesterin (tierische Nahrungsmittel) und bestimmte Fettsäuren (verschiedene Back- und Bratfette, frittierte Produkte und Backwaren: Pommes, Chips usw.). Also besser Olivenöl verwenden und darauf achten, welche Lebensmittel mit „gehärtetem“ Fett deklariert wurden (diese gilt es zu meiden).

Allerdings ist es keine gute Lösung die Fette komplett wegzulassen, denn überschüssige Kohlenhydrate kann der Körper ebenfalls  in Fett umwandeln und übermäßige Eiweißzufuhr kann gesundheitsschädlich sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ungefähr 55 % Kohlenhydrate, 30% Fett und 15% Eiweiß zu sich zu nehmen.

Wirkung von  Ballaststoffen:

Die unlöslichen Fasern sind in Getreide sowie Hülsenfrüchten enthalten und fördern die Verdauung. Die löslichen Fasern sind in Obst, Gemüse und bestimmten Getreidesorten zu finden: Sie verlangsamen die Zuckerabsorption, senken den Cholesterinwert und verhindern bei einem Teil der Kalorien ihre Umsetzung im Körper. Außerdem bewirken Ballaststoffe generell eine Verzögerung der Magenentleerung nach dem Essen und sorgen damit für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

Vorteil von ungesättigten Fetten:

Gesättigten Fette treten vornehmlich in tierischen Produkten auf (Fleisch, Wurst, Butter, Sahne, Käse…) und tendieren dazu, Arterienablagerungen zu verstärken und den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Die ungesättigten Fette tragen ihrerseits dazu bei, das Blut zu verdünnen. Ungesättigte Fette sind auch deshalb zu empfehlen, weil sie nicht so leicht in Fettdepots umgewandelt werden können.

 

Was heißt das jetzt zusammengefasst für den Ernährungs-Alltag?

  • Fleisch, Wurst und tierische Produkte wegen der ungesunden Fette reduzieren bzw. weglassen; wenn dann weißes Fleisch und Fisch. Hierbei bitte auf die Quelle und Nachhaltigkeit achten. Die Massentierhaltung darf so nicht weitergehen, und auch unsere Meeresbewohner sind gefährdet.
  • Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren bevorzugen: pflanzliche Öle, Nüsse (Mandeln, Hasel- und Walnüsse, Sesam usw.)
  • Ballaststoffreiches essen: Hülsenfrüchte, Getreide (Vollkornprodukte), Obst / Gemüse zu jeder Mahlzeit (am besten die Hälfte der Mahlzeit)

Weitere Maßnahme:

  • Industriezucker vermeiden, stattdessen Rohrohrzucker oder Agavendicksaft in Maßen genießen. Pürierte Datteln süßen übrigens auch sehr gesund.
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Ein Gedanke zu “Kampf dem Übergewicht

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