Guter Futterverwerter

Schon früher sagte meine Mutter oft, ich sei ein guter Futterverwerter. Ich fand das immer peinlich, denn für mich klang das so herablassend. Außerdem hielt ich es nur für einen albernen Spruch, der mein Dicksein rechtfertigen sollte. Ja, meine Mutter hat sich wohl immer ein wenig für ihre dicke Tochter geschämt, zumal sie selbst im Teenager-Alter gertenschlank gewesen war. Sie hat mir auch vieles eingetrichtert, was noch heute tief in meinem Bewusstsein verwurzelt ist, z.B.: Das kannst du nicht tragen, dafür bist du zu dick. Querstreifen machen dich noch breiter. Und wenn ich in der Öffentlichkeit ein Eis aß, hieß es immer: Das dürftest du eigentlich gar nicht essen. Meine Mutter gab ihrer Mutter die Schuld an meinen Pfunden, die ich schon als Kleinkind mit mir herumschleppte. Meine Oma hatte mich wohl ständig mit Keksen und Süßkram beruhigt, als ich meine ersten beiden Lebensjahre sozusagen bei ihr aufwuchs, weil meine Mutter noch arbeiten gehen musste/wollte. Doch später daheim wechselte das Essen für mich oft zwischen kalorienarmen Zeiten und dann wieder gab es fettige Mahlzeiten mit leckeren Soßen und täglichem Nachtisch, der meist aus Zuckerhaltigem bestand. Aber egal, woher meine Pfunde kamen, seit mehr als 30 Jahren bin ich selbst dafür verantwortlich. Ein Problem scheint aber in der Tat zu sein, dass ich ein guter Futterverwerter bin. Inzwischen gibt es sogar Forschungsergebnisse dazu. Details gibt es auf meiner Seite „Gute Futterverwerter„.

monkey-205736_640 Und was nehme ich als fetter Optimal-Futterverwerter jetzt mit?

  • Ich esse nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, denn ich will meine aktiven Nahrungsverwertungsgene nicht stärken, indem sie eine Hungersnot erleiden.
  • Ob ich auf Ballaststoffe reagiere werde ich mal genauer beobachten, vorerst aber nichts an meinen Vollkornvorlieben ändern.
  • Meine Firmicuten werde ich reduzieren, indem ich mich durch mehr Gemüse und Obst (5x pro Tag) kalorienärmer ernähre.
  • Ich bringe mehr Abwechslung auf meinen Speiseplan.
  • Ich beginne mit dem Aufbauen meiner Muskeln.

Unterm Strich also nicht viel Neues, auch wenn ich jetzt so einigen Funktionen in meinem Körper besser verstehe. Wichtig ist, nicht zu hungern, auch nicht stundenweise. Und ich muss endlich anfangen mich regelmäßig mehr zu bewegen. Zitat:  „Entscheidend für den Erfolg dürfte dabei sein, wie gut es gelingt, körperliche Aktivität wieder als Selbstverständlichkeit in unsere Lebenswelten zu integrieren. Hannelore Daniel formuliert es so: „Vermutlich kann man sich auch grottenschlecht ernähren, solange man sich nur viel bewegt.“

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