Diäten der Vergangenheit (Teil 3/3)

Meine zweite große Abnahme schaffte ich Anfang dieses Jahrhunderts. Eine Freundin überredete mich, zu einem Weight-Watchers-Treffen mitzukommen, und kurz darauf war ich überzeugt von dieser Ernährungsweise, bei der eigentlich nichts verboten ist. Zwar gefielen mir diese Austauschrunden bei den Treffen weniger und ich hasste es, wenn ich aufgefordert wurde etwas zu sagen, aber das Ernährungs-Programm mit dem Punktesystem ist nicht zu schlagen.

chocolate-968457_640Noch heute habe ich einige der Rezepte im Alltags-Repertoire. Und die Hauptregel, Löffel zum Abmessen der Ölmenge zu benutzen, berücksichtige ich seit diesem Jahr auch wieder. Den eventuellen Süßhunger stille ich auch, wie damals, mit einem Rosinenbrötchen/Rosinenbrot oder einem 25g-Täfelchen Bitterschokolade (70% Kakao) und einer Tasse heißem Kaffee. Nur Salate esse ich viel weniger; irgendwie geht das Grünzeug gar nicht mehr an mich.

Grob gesagt beruht ist das Weight-Watchers-Programm auf einer Reduktion des Fetts in der Nahrung. Die Points berechnen sich anhand der Fettkalorien. Durch die vielen Nahrungsmittel mit null oder wenigen Points kann man bei Hunger eine Menge essen, überhaupt schaffte ich so manche Portion kaum.

Die Rezepte sind größtenteils einfach nachzukochen und schmecken tun sie auch. Mir hat das System gefallen, ich habe es fast eineinhalb Jahre durchgezogen. Dann nervten mich die wöchentlichen Treffen, außerdem gehen die ja auch ins Geld, und so dachte ich mir, ich kann auch alleine weitermachen. Abgenommen hatte ich rund 20 kg, meine Freundin sagte mir neulich, es wären sogar 25 kg gewesen. Daran erinnere ich mich nicht mehr so genau. Ich weiß nur noch, dass ich die 100 kg leicht unterschritten hatte.

Leider blieb ich nicht konsequent. Nach und nach schlichen sich alte Angewohnheiten zurück. Dazu kam private und berufliche Unzufriedenheit, die durch Belohnungen ausgeglichen werden wollte. Ja, ich denke, so kann man es ausdrücken. Mangels Geld verfiel ich nicht in einen Kaufrausch oder dem Beauty-Wahn (ich war schon immer der eher natürliche Typ), auch Freizeit-Action war mir zu anstrengend (der Schweinehund bliebt lieber auf der Couch und träumte mich in abstrakte Serien-Welten), und so blieb es bei der belohnenden Nahrungszufuhr …

Den Rest kennt ihr schon (oder könnt es noch nachlesen). Und jetzt bin ich richtig froh, es erneut und auch schon so weit geschafft zu haben.

Das Weight-Watchers-System behalte ich noch immer im Auge, denn wenn meine jetzige Abnahme mal gar nicht mehr funktionieren sollte, würde ich darauf zurückgreifen und so auf bequeme Art meinen Fettkonsum weiter reduzieren. Dann müssten auch die letzten Pfunde purzeln. Aber noch läuft es mit der Kalorienkontrolle recht gut.

Diäten der Vergangenheit Teil 1/3

Diäten der Vergangenheit Teil 2/3

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4 Gedanken zu “Diäten der Vergangenheit (Teil 3/3)

  1. Ich bin ja auch so ein „Kalorienzähler“ und davon überzeugt, dass dies der einzig richtige und vernünftige Weg ist. Egal ob man Abnehmen, zunehmen oder sein Gewicht halten will. Der Stolperstein, der überwunden werden muss ist der, das dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Damit meine ich auf Dauer gar nicht jede einzelnen Kalorie aufzuschreiben sonder einen Blick dafür zu bekommen in welchen Mengen ich was esse und wie mein Tagesbedarf aussieht (viel Bewegung-mehr essen, wenig Bewegung – weniger essen). Ich muss da auch noch viel lernen und üben, bin aber auf dem richtigen Weg.

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