Das Unterbewusstsein

Wenn das Unterbewusstsein nicht mitspielt, wird man eine Ernährungsumstellung oder Diät wohl kaum durchhalten. Überhaupt ist jede Änderung von Gewohnheiten zum Scheitern verurteilt, solange man sie nicht absolut erreichen will.

Meine Ernährungsumstellung halte ich weitestgehend gut durch. Mein Antrieb dafür ist die Überzeugung, meinem Körper und meiner Gesundheit etwas Gutes anzutun. Außerdem bin ich überzeugt davon, durch die richtige Ernährung den sogenannten Zivilisationskrankheiten vorbeugen zu können. 

Angefangen hat das bei mir, als bei meiner Mutter Krebs diagnostiziert wurde. Leider ist sie von der vorbeugenden und sogar krebsbekämpfenden Wirkung bestimmter Nahrungsmittel nicht so überzeugt wie ich. Einige Lebensmittel sehe ich inzwischen als sehr schädigend an, z.B. Zucker, Weißmehl und Fertigprodukte. 

Beim Sport und meiner täglichen Bewegungsdosis habe ich mein Unterbewusstsein noch nicht wirklich überzeugen können. Aber da das Abnehmen ja das äußere Erscheinungsbild meiner Ernährungsumstellung ist, an dem Sportaktivitäten nur rund 20 % ausmachen, weiß ich zwar, dass Bewegung nicht unwichtig ist, doch tief in mir regiert noch immer der Sportmuffel. (Dieses Jahr wird sich das ändern.)

 

Das Unterbewusstsein

speichert nicht nur Erinnerungen sondern auch alle Erfahrungen, die das bewusste Denken nicht einmal wahrnimmt oder als nicht erinnerungswürdig einstuft. Das Bewusstsein muss selektieren, da wir sonst gar nicht funktionieren könnten, bei all dem Input, dem wir ständig ausgesetzt sind.

Das Autofahren zum Beispiel läuft überwiegend unbewusst ab, manchmal wissen wir ja gar nicht, wie wir von A nach B gekommen sind, weil wir den Weg täglich fahren.

Mir geht das fast jeden Morgen so, denn auf dem Weg zur Arbeit fließen meine Gedanken geradezu und ich habe die besten Ideen. 

Ein weiteres Beispiel für das Unterbewusstsein habe ich erst gestern erlebt, als mein Sohn von einem Arztbesuch heimkam. Vor rund 16 Jahren war ich ebenfalls einmal bei diesem Mediziner, aber ich erinnerte mich kaum noch an Details. Als mein Sohn mir dann von seinem Gespräch mit dem Arzt erzählte, bekam dessen Name wieder ein Gesicht, ich erinnerte mich an beinahe jede Minute meines damaligen Besuches und sogar an das Geplänkel-Gespräch, das ich mit dem Mann geführt hatte. Ich war total überrascht, wie viel mir plötzlich wieder einfiel. 

Da das Unterbewusstsein alles speichert, lagern dort natürlich auch unsere negativen Erinnerungen und steuern uns latent. Besonders die negativen „Programmierungen“ aus der Kindheit sind hier die Herausforderung.

Bei mir waren das: 

„Du bist viel zu dick! Du darfst nicht so viel essen!“ – Es stimmte, aber musste man mir das so oft sagen? Konnte meine Mutter nicht einfach mal gesünder einkaufen und kochen und sich mit mir bewegen?  

„Du kannst nicht singen!“ – Noch heute traue ich mich nicht, mit anderen laut zu singen, nicht einmal mit Freunden. Nur daheim und im Auto singe ich. Auch wenn es nicht schön klingt, Spaß macht das Singen auf jeden Fall. 

„Lach doch mal!“ – Das ist auch so ein Punkt. Ich war immer der Muffkopf der Familie. Meine Schwester die Strahlefrau. Dabei sehe ich bis heute nicht ein, warum ich lächeln oder lachen soll, wenn mir nicht danach ist. Meine eine Oma gab mir übrigens den Kosenamen „Wölkchen“, während meine Schwester „Sternchen“ war. An sich nicht schlimm, doch für mich hat das „Wölkchen“ bis heute einen bitteren Beigeschmack. 

Das sind nun keine schwerwiegenden Dinge, die in meinem Unterbewusstsein schlummern, glücklicherweise. Es gibt viele Menschen, die Schlimmeres erlebt habe, manche bestimmt auch Dinge, die sie völlig ins Unterbewusstsein verdrängt haben. Da hilft dann nur professionelle Hilfe. 

Ich gehe nachfolgend von einem durchschnittlichen Unterbewusstsein aus, das in einigen Bereichen umgelenkt werden soll.  

In Bezug auf die körperlichen Merkmale fallen mir da noch die Hänseleien und Benachteiligungen im Schulalter ein, die einen prägen. Auch bei mir gab es da einige Vorfälle, aber ich bin froh, dass ich immer Freundinnen und Freunde hatte, die mir zur Seite standen. Da ging das Selbstbewusstsein nicht ganz flöten. 

 

Und wie steuere ich denn nun mein Unterbewusstsein? 

Mit positiver Vorstellungskraft, vereinfacht gesagt. Empfohlen wird hierzu, sich zunächst zu entspannen und in einen ausgeglichenen Zustand zu versetzen. Dann sollte man mit der Visualisierung beginnen.

Das Unterbewusstsein kann nicht zwischen Realität und Imagination unterscheiden, und je intensiver man sich sein Ziel oder den Weg dorthin vorstellt, desto besser wird es gespeichert. Also nicht nur das Bild, sondern auch Töne, Gerüche, Bewegungen visualisieren, und sich einfach wohl fühlen dabei. Bei mehrfacher Wiederholung hält das Unterbewusstsein diese Visualisierung für wirklich und steuert einen dann automatisch in die richtige Richtung. Beim Abnehmwunsch kann sich das sehr unterstützend auf das Durchhaltevermögen auswirken. Beim Einkaufen greift man dann nicht mehr unbewusst zu den falschen Nahrungsmitteln, und die fettige Wurst oder der sahnige Joghurt der anderen Familienmitglieder, die einen beim Blick in den Kühlschrank verführen wollen, haben keine Chance mehr.

Ich visualisiere ein Bild von mir, wie ich aussehen möchte und gehe bewusst mit positiven Gedanken daran. Schließlich will ich mir kein Bild vorgaukeln, von dem ich nicht glaube, es jemals erreichen zu können. Eine ganze Zeit lang (jetzt wird mir gerade bewusst, dass ich das schon länger nicht mehr tue – das werde ich gleich wieder ändern) habe ich mir jeden Morgen und jeden Abend dieses Bild vorgestellt, eingebunden in einen kleinen Handlungsablauf, der auch meine weiteren Ziele beinhaltet. 

Ein Foto aus meinen Anfang 20er-Jahren hilft mir dabei, so ähnlich sehe ich mich. Die Haare sind inzwischen grau, und ob meine Haut mich jemals ganz so aussehen lassen wird ist fraglich, aber die Vorstellung dieses Bildes hilft mir wirklich: 

Ich1987

(Hinweis: Die Informationen zum Unterbewusstsein habe ich mir im Internet angelesen. Ich bin diesbezüglich kein Fachmann!)

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