Gedanken gegen Unzufriedenheit

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Mensch, was bin ich im Moment unzufrieden. Das krasse Gegenteil zur letzten Woche. Sechs Tage lang bewegt sich die Anzeige auf meiner Waage nicht. Ich fühle mich müde und erschöpft und alles nervt. Muss wohl am Biorhythmus liegen …

Ich nahm meine Missstimmung zum Anlass, mal ein wenig darüber nachzudenken.

Woher kommt Unzufriedenheit? Etwas läuft oder ist nicht so , wie erwartet. Etwas fehlt.

Aber: Unzufriedenheit entsteht nur im Kopf, nur in Gedanken.

Also: Erwartungen reduzieren. Bewusst das Positive suchen, erkennen und sich daran erfreuen.

Es gibt da diesen schönen Gelassenheitsspruch, im Original von Reinhold Niebuhr:

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Ich fand im Netz auch noch eine Erweiterung, die ich ebenfalls sehr passend finde:

„Gott, gib mir die Geduld mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und die Wertschätzung für alles, was ich habe, Toleranz gegenüber jenen mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen.“

Meine Unzufriedenheit will mich darauf hinweisen, dass etwas in meinem Leben nicht stimmt, mir nicht gefällt. Am besten sehe ich meine Unzufriedenheit also als Antrieb dafür, das zu ändern, was ich ändern kann. Nur muss ich dazu wissen, was von dem, was ich gerne anders hätte, ich auch ändern kann.

Ich habe mal spaßeshalber diesen Persönlichkeitstest gemacht. Heraus kam, dass ich im Großen und Ganzen recht zufrieden mit mir bin, es aber einige Differenzen zwischen meinem Selbstbild und Wunschbild gibt, und die könnte ich mir ja aneignen.

Die Unterschiede sind mir zwar nicht neu, aber es ist sehr gut, sie noch mal in Adjektiven schwarz auf Weiß vor sich zu sehen. Vor allem erinnern sie mich an meine diesjährigen Ziele, die genau das schon widerspiegeln. Also muss ich mich nur wieder auf Kurs bringen. Und das schaffe ich am besten mit einer exakten Planung.

Ich habe aufgelistet, was mich im Moment stört und habe dann daneben geschrieben, ob und wie ich es ändern kann. Bei allem, was ich so tun möchte, habe ich erkannt, dass ich einiges wirklich einfach hinnehmen sollte und einiges delegieren werde.

Ich kam zu dem Schluss, dass mir ein kompletter Pausentag guttun könnte, also ein Nachmittag ohne jegliche Verpflichtungen oder Pläne, auch nicht im Hobbybereich. Ein Tag, an dem ich spontan das tue, zu dem ich Lust habe. Da ich an Arbeitstagen sehr zu Müdigkeit neige (wer steht schon gerne um 4:30 in der Nacht auf), die meine Kreativität doch sehr schmälert, versuche ich jetzt mal die Pflicht-Tätigkeiten auf diese Tage zu verteilen, damit ich an meinen freien Tagen auch im ungeliebten Hausarbeitsbereich frei habe.

Außerdem wurde mir bewusst, wie weit sich meine Online-Aktivitäten schon wieder breitgemacht hat. Diesen Zeiträuber werde ich wieder in seine Grenzen zurückweisen.

Gegen die Müdigkeit werde ich täglich an die frische Luft gehen und mich mehrfach die Woche sportlich bewegen, natürlich mit Plan.

Daheim sorge ich für Luft zum Atmen, Bewegungsfreiraum, Ordnung. Die Bücher, die ich nicht mehr benötige, werden verkauft oder gespendet. Die alten, inzwischen glücklicherweise zu weiten Klamotten, die ich nicht mehr anziehe, ebenfalls. Außerdem ist ein Teil-Frühjahrsputz nötig, z.B. die zugestaubten Wohnzimmer-Deko-Gardinen sollen wieder frisch aussehen und duften.

Eine Mindmap zu all den Dingen, die ich gerne erledigen möchte, habe ich schon an meiner Zimmertür hängen. In jedem Themenbereich habe ich die einzelnen Aufgaben auf Post-It’s geschrieben und nach Wichtigkeit sortiert aufgeklebt.

Ich stolpere immer wieder über tolle Sprichwörter und Zitate, die mich wieder auf Kurs bringen und motivieren können. Ich werde sie mal auf einer separaten Seite sammeln, dann kann ich bei Bedarf dort einfach stöbern und meine mentale Einstellung besser steuern.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Zeilen mit euch teilen, die mich in meiner unzufriedenen Stimmung motivieren. Da ich die Verfasser nicht kenne, möchte ich sie nicht zitieren, sondern gebe sie sinngemäß wieder:

  • Nur selbst aufgebaute Mauern behindern uns in unserem Tun. Wir können alles machen, wir müssen es nur wollen.
  • Das Leben besteht nur zum geringsten Teil aus dem, was uns passiert. Der viel wichtigere Teil ist unsere Reaktion darauf.
  • Kein Problem ist ein Stoppschild, sondern nur ein Hinweis, auf den wir reagieren müssen.
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