Bewegung hält das Knie fit

Als Vorbereitung für meine knieschonende und das Kniegelenk unterstützende Gymnastik habe ich mir folgendes Buch gekauft: „Das neue Knietraining“. Die Informationen rund um das am stärksten belastete Gelenk des menschlichen Körpers sind locker an einem Nachmittag zu lesen und absolut informativ und ausreichend. Mehr als die Hälfte des Buches nehmen dann die bebilderten Übungsanleitungen ein. Es gibt drei unterschiedlich schwere Programme plus eine Menge Übungen für den Alltag (Büro, Bahn, Warteschlange usw.) und zwischendurch. Anfangs kann man einen Einstufungstest machen, der einem den Weg zum passenden Programm weist. Den Test habe ich allerdings nicht gemacht, da ich aufgrund meiner Probleme sowieso mit dem einfachsten Plan beginnen werde.

ES1870001in paar Fakten aus dem Buch möchte ich gerne mit euch teilen, besonders auch deshalb, weil ich gelernt habe, dass ein Kniegelenk schon jahrelang geschädigt sein kann, bevor es sich mit Schmerzen oder Einschränkungen meldet. Es schadet also nicht, vorbeugend aktiv zu werden. Und gerade Aktivität ist das Zauberwort in Bezug auf das Kniegelenk: Bewegung – und zwar so häufig wie möglich – ist das Wichtigste.

  • Belastung des Kniegelenks bei normalem Gehen: 4-6-fache des Körpergewichts
  • Belastung des Kniegelenks beim Treppensteigen: 6-8-fache des Körpergewichts
  • Das beinahe gesamte Körpergewicht lastet auf einer Knorpelschicht von 8-10 cm²

Genau diese Knorpelschicht benötigt Nährstoffe, die sie nicht über das Blut bekommen kann, sondern nur über Bewegung. Durch eine Art Pumpmechanismus, also Über- und Unterdruck, können Nährstoffe angesogen bzw. Abfallstoffe ausgepresst werden. Fehlt die Bewegung, die für Druckunterschiede sorgt, wird die Versorgungsfunktion gestört.

Gleichzeitig regt die Bewegung des Kniegelenks die Gelenkschleimhaut an, Schmiere zu bilden, die wie ein Gleitfilm die Reibung im Gelenk minimiert.

Entlastend wirken sich natürlich auch kräftige Muskeln rund um das Knie und darüber hinaus aus – auch weiter entfernte Muskeln spielen mit den das Knie umgebenden Gewebestrukturen zusammen. Bei schwachen Muskeln ist die Krafteinwirkung, also Belastung, 30 bis 50% höher als bei starken Muskeln.

Bei Problemen mit dem Knie gibt es eine Menge möglicher Ursachen. Es kann sogar sein, dass das Knie selbst nicht einmal betroffen ist. Oft verlagern Probleme mit Hüfte, Wirbelsäule oder auch einigen inneren Organen ihre „Anzeichen“ reflektorisch ins Knie. Ein medizinischer Check ist also immer nötig, wenn man Schmerzen oder anderen Probleme mit seinen Knien hat.

Übrigens, wusstet ihr, dass der Urmensch 20 bis 50 km pro Tag lief und durchschnittlich 10 Stunden in Bewegung war? Heute verbringen die meisten Menschen 10 Stunden pro Tag im Sitzen und gehen höchstens 2 km pro Tag (abhängig vom Beruf).

Ich lege derzeit immerhin schon mehr als 2 km am Tag zu Fuß zurück, wenn auch 3 km noch immer zu wenig sind. Und jetzt gehe ich mein neues Trainingsvideo testen, um den „Birnenbereich“ so langsam aber sicher mal in Form zu bringen.

 

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