Verführung – Belohnung – Langeweile

Verführung

Wir lassen uns von allem verführen, was wir sehen, riechen oder hören. Selbst wenn wir stark sind und widerstehen, können wir uns den Eindrücken nicht völlig entziehen und müssen unter Umständen über einen längeren Zeitraum hinweg standhaft bleiben. Das schwächt unsere Energie, die wir für das, was uns voran bringt, viel besser nutzen können.

Ist euch schon mal aufgefallen, dass selbst Spielfilme einen beeinflussen? Wenn die Darsteller Currywurst und Pommes essen, läuft so manchem schon das Wasser im Munde zusammen. Bei anderen ist es vielleicht das belegte Brötchen oder das Stückchen Kuchen, dass im TV gerade bei einer entspannten Kaffeerunde genossen wird. Von Werbung will ich hier gar nicht erst anfangen.

Was können wir tun?

  • Lebensmittel, die wir nicht essen oder trinken wollen, nicht vorrätig haben
  • Kochplan und Einkaufsliste erstellen und danach einkaufen
  • Umfeld über unser Vorhaben informieren, damit sie einem nicht unbewusst Steine in den Weg legen
  • Sich nichts völlig verbieten, Leckereien aber ganz gezielt und in Maßen genießen. (Beispiel Nachmittagszeremonie: aufgeschnittenes Obst essen, danach etwas Schokolade und dazu einen Kaffee, das Ganze schön auf einem Teller arrangiert und sich dabei gemütlich hinsetzen und bewusst essen)

Belohnung

Oft essen wir, weil unser Unterbewusstsein nach einer Belohnung lechzt. Wir wollen uns was gönnen, weil … da finden sich immer genügend Gründe. In solchen Fällen sollten wir uns lieber eine Auszeit nehmen, die uns wirklich guttut. Allerdings würde ich selbst solche Belohnungen nicht von vornherein einplanen, denn so lernen wir nicht, dass wir sie eigentlich gar nicht brauchen, weil wir gut genug sind und das eigentlich auch wissen. Das, was wir geschafft haben, ist doch Belohnung genug. Oder nicht?

Entspannung-Lesen-DraußenSpontan und fast überall möglich:

  • Atemübungen machen und der Entspannung nachspüren
  • Visualisierung unseres Ziels, das wir mit einer unbedachten Belohnung vielleicht hinauszögern
  • Tasse Kaffee oder Tee im Lieblings-Café genießen – bedient werden ist auch eine Belohnung – und dabei die Viefalt der Menschen beobachten oder ein gutes Buch lesen
  • Sich selbst Blumen kaufen

Nicht überall möglich aber total effektiv:

  • Nickerchen machen
  • Sportlich aktiv werden
  • Spazierengehen und der Natur lauschen, am besten mit allen Sinnen genießen und nur im Hier und Jetzt verweilen
  • Wellness: Das kann auch nur ein Bad mit einem besonderen Duftöl sein. Vanille soll übrigens Heißhunger bremsen.

Langeweile

Und dann wäre da noch das Essen, besonders das so schön klingende Knabbern aus Langeweile. Für solche Fälle sollte man sich eine Beschäftigungsliste vorbereiten, auf der alle möglichen Dinge stehen, die man gerne macht. Im Notfall wirft man dann einen Blick darauf und wählt eine Aktivität aus.

Beim Fernsehen:

  • Handarbeiten
  • Wellness: Hand- oder Fußpflege, so richtig schön mit Pflegebad usw.
  • Hund oder Katze streicheln, auch ein Stofftier erfüllt hier seinen Zweck (vielleicht sogar als Abnehm-Maskottchen, das ihr euch als Unterstützung nach dem ersten Zwischenziel auserkoren habt)
  • Sitz-Gymnastik

Bei Lustlosigkeit:

  • Schreiben hilft immer, sei es das Tagebuch, ein Brief an eine alte Freundin/alten Freund oder einen Verwandten – oder ihr beginnt das Bloggen
  • Telefonieren lenkt wunderbar ab und meistens hat man danach neuen Schwung bekommen. Dabei am besten durch die Wohnung marschieren, so sammelt sich gleich ein Plus auf dem Bewegungskonto
  • Rausgehen, egal ob nur in die Natur, um sie bewusst wahrzunehmen oder zum Shopping oder vielleicht auch einfach mal in eine Gegend, die man noch nicht kennt
  • Etwas Neues ausprobieren: Fotografieren, Malen, Sportart

Knabber-Alternativen:

  • mundgerecht aufgeschnittenes Obst oder Gemüse
  • 10 Mandeln oder andere Nüsse
  • kleine Käsestückchen mit Obst und ggf. auch je einer kleinen Brezel – hat allerdings schon etwas mehr Kalorien/Fett, ist aber noch immer sehr viel gesünder als Chips & Co
  • leichte Cräcker (gewürztes Knäcke o.ä.), dazu evtl. etwas Fisch
  • selbstgemachte Alternativen, z.B. Frischkäsekugeln oder Dattelriegel

Mein persönlicher Tipp, den Tag nach Wunsch zu überstehen:

Über den Tag verteilt in kleinen, gesunden Mahlzeiten nur rund 50 % des Tages-Grundumsatzes an Kalorien verbrauchen (ohne zu hungern, versteht sich), um dann abends mehr Spielraum zu haben, sei es für eine kalorienhaltigere Mahlzeit oder ein paar leckere Snacks beim Abendprogramm, auf die man sich dann schon den ganzen Tag über freuen kann.

Aber selbst mit dem Plan schaffe ich es nicht immer. Doch so schlimm ist das nicht, solange man am nächsten Tag wieder durchstartet und seinem Ziel entgegen steuert.

Vielleicht hilft es auch, eine letzte Warnung am Kühlschrank anzubringen:

  • altes und/oder neues Foto von sich selbst
  • Erinnerungszettel: sich selbst an die Tatsachen und Ziele erinnern oder auch, wie viele Kalorien was hat, z.B. die Scheibe Wurst oder Käse, die man sich gerade greifen will

Habt Ihr weitere Tipps?

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