FreiTAGebuch

herbst-2016

Arbeit

Die zweite Arbeitswoche nach dem Daheim-Urlaub liegt hinter mir (die erste mit „Vorturner“), und ich muss sagen, ich habe mir meine gute Laune noch nicht wieder nehmen lassen. Ich arbeite aktiv daran, denn ich habe mich entschieden, den Job bis zum „bitteren Ende“ – also der Rente – zu machen. Genaugenommen kann ich es gar nicht besser treffen, denn ich habe sehr flexible Arbeitszeiten, gute Sozialleistungen und arbeite nur 60% bei recht guter Vergütung. Das alles zu schmeißen und nicht zu wissen, wovon man leben soll, wäre doch wirklich dämlich. Also suche ich meine Erfüllung nach Feierabend und im Job sehe ich alles gelassener. Darum bemühe ich mich zumindest.

Und als ich mich gestern aufregte, weil unser Vorturner das Meeting dann auch noch überzog, das für mein Dafürhalten mit 2 Stunden schon als viel zu lang angesetzt wurde, und ich somit Zeit dort verbrachte, die mir nicht einmal angerechnet wurde (nach 6 Stunden Anwesenheit werden 30 Min. Pause zwangsabgezogen), da zwang ich mich auf der Heimfahrt bewusst zur Ruhe. Erst habe ich im Auto laut geschrien, dann geflucht – so eine Autofahrt kann schon sehr befreiend sein, auch ohne dass man das Gaspedal durchtritt – und mir dann bewusst gemacht, auf was ich mich alles am Nachmittag freue. Das hat richtig gut funktioniert.

Ernährung

Seit zwei bis drei Wochen bemühe ich mich nun, nach der Insulin-Trennkost zu essen. An sich gefällt mir das Programm und ich halte es für sinnvoll, aber wenn ich vormittags nur Kohlenhydrate zu mir nehme, habe ich oft sehr schnell wieder Hunger. Mit den langen Essenspausen komme ich auch nicht wirklich klar, denn mir knurrt der Magen meistens nach drei Stunden wieder. Und wenn ich hungrig bin, sinkt meine Laune ganz schnell. Es funktioniert auch nicht wirklich, mehr zu einer Mahlzeit zu essen. Nebenbei bemerkt fühle ich mich mit übervollem Magen auch nicht gut.

Für mich ist es also besser, öfter und dafür kleinere Portionen zu essen. Was ich aber von der Insulin-Trennkost beibehalten werde ist die abendliche Eiweiß-Mahlzeit bzw., dass ich ab ca. 16 Uhr keine kurzkettigen Kohlenhydrate mehr zu mir nehme, sprich keine Getreideprodukte, keine Nudeln, keinen Reis, keine Kartoffeln und natürlich keinen Zucker. Ansonsten esse ich, wenn mir der Magen knurrt, versuche mehr auf meinen Körper zu hören und behalte die 5 Portionen Obst und Gemüse und natürlich meine Kalorien pro Tag im Blick. Weiterhin achte ich darauf, nicht zu fettig zu essen und viel Wasser zu trinken.

Bewegung und Sport

Ich habe mein Bewegungsprogramm jetzt lockerer zusammengestellt, denn zu straffe Pläne halte ich einfach nicht ein. Außerdem vermiest mir das dann die Srimmung. Beim Ergometer-Radeln bin ich jetzt auf 20 Minuten gegangen, was ich noch auf 30 steigern will. Wii-Sportspiele habe ich auch schon immer mal wieder gemacht, das werde ich auch weiterhin tun. Außerdem möchte ich einige Entspannungstechniken ausprobieren. Mal sehen, was mir wirklich gefällt. Meine monatlichen Übersichten und Ziele könnt Ihr übrigens auf meiner Bewegungsseite nachlesen.

Laune

Insgesamt bin ich im Moment richtig zufrieden mit mir. Das Gewicht purzelt zwar nur grammweise, aber es geht weiter. Heute Morgen hatte ich einen neuen Tiefststand mit 99,1 kg. Und auch das Trendgewicht meiner Wiege-App war heute das erste Mal zweistellig. Wenn ich mein im Sommer korrigiertes Ziel bis Weihnachten erreichen will, muss ich allerdings am Ball bleiben und durchschnittlich knapp 500 g pro Woche abnehmen. Vor eineinhalb Jahren wäre das kein Problem gewesen, aber inzwischen muss ich da schon ganz schön dran arbeiten. Bewegung und Konsequenz müssen meine täglichen Zauberworte sein.

Ich stelle mir jetzt schon immer vor, wie erstaunt meine Familie (Muttern und Schwesterchen) mich an Weihnachten dann betrachtet, wenn ich noch ein wenig dünner und in passenden (nicht schlabbernden) Klamotten dort „aufschlage“. Ich sehe mich auch schon viel sportlicher, obwohl ich von wirklicher Sportlichkeit noch weit entfernt bin. Auf jeden Fall motiviert mich diese Vorstellung, besonders dann, wenn ich wieder am liebsten auf der Couch bleiben würde. Heute Morgen zwang ich mich zur großen Gassirunde, und ich muss sagen, die frische Luft hat mir richtig gut getan. Allein das war es schon wert gewesen, raus zu gehen.

Jetzt habe ich viel mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Aber es hilft mir, mich zu sortieren, mir meine aktuellen kleinen Ziele zu verdeutlichen und mich zum Durchhalten zu bewegen. Ich danke Euch, dass Ihr meine sich doch immer mal wiederholenden Themen lest! Auch das motiviert mich sehr.

Ein schönes Wochenende und ein kräftiges TOWANDA an alle da draußen, die ebenfalls durchhalten, weitermachen, neu oder wieder beginnen!

Eure Idgie

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3 Gedanken zu “FreiTAGebuch

  1. Ich hab mich an 5 Stunden Nahrungspausen gewöhnt, erstaunlicherweise haut das hin, trotz Schichtdienst. Allerdings ist abends nur kohlehydratarm nach einer woche durchhalten, wieder im Sande verlaufen, seufz…. Der Teenager will Nudeln, Brot, Fleisch, Reis,…..ach… aber immerhin nimmt Mutter nicht zu.
    Ich mag deine Berichte, auch wenn sie sich vielleicht „wiederholen2, was ich nicht finde. viele Grüsse und DURCHHALTEN! Kat.

    Gefällt 1 Person

    1. Dankeschön 🙂
      Bei mir ist es umgekehrt. Heute Morgen habe ich mal wieder ein Müsli gegessen, Haferflocken, Mandeln, Chia- und Leinsamen, Banane und Hafermilch. Gut 400 kcal … und nach 2 Stunden hatte ich wieder Hunger. Habe es dann noch mit Wassertrinken 1 Std. rausgezögert und mir dann ein Käsebrot mit ganz viel Salatgurke gegönnt. Soll zwar die Fettverbrennung ausbremsen, aber jetzt bin ich satt 🙂
      LG, Idgie

      Gefällt 1 Person

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