Der Weg wird nie enden …

Eine weitere chaotische Woche liegt hinter mir, und dieses Mal hat sie sich auch ordentlich auf mein Gewicht niedergeschlagen. Zwischenzeitlich habe ich mich gar nicht gewogen, aus Angst vor dem dreistelligen Bereich. Aber die Augen zu verschließen bringt ja absolut nichts. Und außerdem kann ich jetzt mit Gewissheit sagen, ich bin ein Frust- und Stress-Esser. Man soll ja immer das Positive suchen.

Ich glaube auch, dass ich unter Druck nicht besonders gut abnehmen kann. Meine Psyche boykottiert mich sobald sie sich fremdbestimmt fühlt. Ich sollte also diesen ganzen Challenge-Kram canceln und mich nie wieder auf so einen Wettstreit einlassen. Eine weitere Erkenntnis.

Wenigstens mit meiner Alltagsbewegung bin ich zufrieden, auch wenn es da keine besonderen Anstrengungen gab. Einfach nur regelmäßig mehr gehen, laufen, stehen, mit dem Hund toben und spielen, putzen usw. Die durchschnittlichen 7000 Schritte schaffe ich inzwischen recht gut.

Was habe ich bisher gelernt?

  • Nicht unter Druck setzen oder setzen lassen
  • Keine aufgezwungene Ernährungsform wählen, die mir nicht bekommt.
  • Schon moderate Mehr-Bewegung tut mir gut – es muss nicht gleich die tägliche 3-km-Runde oder ein anderer Sportplan sein, dessen Nichteinhaltung mich nur wieder frustet.

Ich beginne wieder einmal mit meinen Alltagsregeln:

2 l Wasser, 2x Obst, 3x Gemüse, kaum Fertigprodukte, Zucker oder Weißmehl

Sie sind bereits Routine und nicht mehr schwer zu verfolgen. Durch all die Ernährungs-Experimente der letzten Wochen habe ich sie nur ein wenig vernachlässigt.

Um zu einem natürlichen Essen zu gelangen sollte man sich ja eigentlich von allen Zahlen verabschieden. Keine Waage, kein Schrittzähler, keine Ernährungs-Tagebuch-App, die die Kalorien zählt. Doch so weit bin ich noch nicht. In gewisser Weise bin ich ja eh ein kleiner Kontrollfreak, also werde ich meine Zählgewohnheiten noch beibehalten und eines Tages dann nach und nach lockern und hoffentlich auch einmal aufgeben können.

Es wird schon wieder werden. Immerhin habe ich den halben Weg geschafft, also wird es auch mit dem Rest klappen. Genaugenommen ist es auch egal, wie lange es noch dauert, denn ich fühle mich sehr viel besser und gesünder als vor knapp 2 Jahren. Ich kann ruhigen Gewissens sagen, mein Weg ist mein Ziel. Es verbessert sich tagtäglich, und auch nach Erreichen des Endziels geht der Weg so weiter.

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3 Gedanken zu “Der Weg wird nie enden …

  1. Wie gut kann ich das verstehen..Zwänge gehen bei mir gar nicht. Das kann ich überhaupt nicht verknusen.
    Ich denke Du bist schon auf einem guten Weg… laß Dich nicht verrückt machen von unsinnigen Regeln. Es muß ja zu Dir passen.. sonst wird das bestimmt nicht lange gut gehen.
    LG, Petra

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  2. Auch ich kann das super gut verstehen und absolut nachvollziehen. Frust, Stress und Wut sind bei mir richtige Auslöser für einen Essanfall. Wenn ich mal anfange, ist es vorbei. Mein Tipp: Einfach wieder weitermachen, eine möglichst kalorienfreie Möglichkeit suchen, um den Stress abzubauen und sich nicht zu sehr ärgern. Dann geht es irgendwann wieder weiter mit dem Erfolg.

    Übrigens: Traumhaft schönes Bild oben.

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für deinen Kommi! Meine längeren Gassirunden entspannen mich sehr. Ich muss sie wohl erst Recht dann machen, wenn ich im Stress bin.
      Das Bild habe ich in Lulworth Cove gemacht, das ist der Küstenwanderweg in Südengland.

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