Aus dem Knick kommen

Genau daran arbeite ich derzeit. Nicht übertrieben forsch aber doch permanent. Unter Druck setze ich mich ja ganz bewusst nicht mehr, aber einen gewissen Antrieb brauche ich doch, um nicht letztlich doch wieder auf der Couch zu enden. Kajoo, mein kleines vierbeiniges Wuselchen, hält mich ja schon auf Trab, doch Felicitas, mein inneres, faules alter Ego, interveniert in jeder anderen freien Minute.

So entstand, basierend auf dem Veränderungswunsch zweier sich weitestgehend unbekannten und irgendwo doch verwandten, abnehmwilligen Seelen, durch einen einfachen Blogeintrag ein Online-Sport-Date. Nur so zum Einstieg. Und um überhaupt mal wieder die schlappen Mukkis zu bewegen. Etwas für sich zu tun.

Gemeinsam trainieren macht mehr Spaß, heißt es. Aber was, wenn man sich zu dick fühlt, um sich den anderen in Sportklamotten zu zeigen? Um vor ihren Augen zu schwitzen – in dem Moment denkt man sowieso ständig, nur man selbst würde so extrem schwitzen.
Und was denken wohl die anderen? Wie albern ich bei meinen Verrenkungen aussehe?
Mist, ich schaffe das nicht! Hilfe, ich bekomme kaum noch Luft, nur nichts anmerken lassen … weitermachen. Irgendwie. Hoffentlich ist die Stunde bald um. Ich werde es überleben. Ganz bestimmt. Hoffentlich.

Jaaa, ich gebe zu, ich übertreibe etwas, aber den einen oder anderen Gedanken kenne ich noch zu gut aus den Fitnesskursen während meiner damaligen Studio-Zeit. Da gefällt mir das, was wir am Wochenende angefangen haben, schon sehr viel besser. Und es kostet kaum Überwindung und nicht einmal Geld.

Ich wollte schon seit Längerem wieder Sportvideos von Youtube machen, hatte bereits vor einiger Zeit eine Liste gespeichert. Auf den Beitrag von Zweitblick reagierte ich dann spontan mit dem Vorschlag, am Wochenende (sozusagen gemeinsam) ein kleines Video zu trainieren. So „just for fun“ und als Einstieg. Freie Zeiteinteilung, allein daheim ohne das Gefühl, beobachtet zu werden, und doch gemeinsam mit anderen. Ja, so kann man sich sogar online zu Sport-Dates verabreden, und so eine Absprache wirkt sich auf jeden Fall förderlich auf die Disziplin aus. Ich denke, wir werden das noch eine Weile so weitermachen.

Dass diese kurzen Videos nur Teilbereiche eines richtigen Trainings sind, ist klar. Normalerweise gehört Aufwärmen und Dehnen dazu. Aber überhaupt etwas zu tun und eine Regelmäßigkeit hineinzubekommen, halte ich für den Anfang für genauso wichtig. Übrigens mache ich jeden Morgen meine Dehnübungen, das einzige Training, das ich seit Monaten regelmäßig durchziehe.

Doch nun ein kurzer Bericht zum recht kurzen Trainingsvideo für die Arm-Muskulatur:

Meine Empfehlung: Vorher etwas aufwärmen, z.B. mit Walking auf der Stelle. Hinterher die beanspruchten Muskeln dehnen.

Die einzelnen Übungen sind sehr effektiv. Besonders gut gefällt mir, dass die Armmuskulatur rundherum trainiert wird. Die Einzelwiederholungen fallen etwas knapp aus, da könnte man ruhig in mehreren Sätzen arbeiten. Aber das kann man ja selbst steigern, wenn man sich die Übungen gemerkt hat. Die beiden Sets auf dem Boden habe ich variiert: Das Hochstemmen kann man auch sehr gut auf dem Sofa aus dem Sitzen heraus machen und die Liegestütze trainiere ich immer an der Wand. Dabei ist es wichtig, die Hände richtig zu platzieren und die Armbewegung korrekt zu machen, um die Schultergelenke nicht zu sehr zu belasten. Hier eine separate Anleitung dazu:

 

Insgesamt gefällt mir das Video „How to Get Toned Arms“, da es ein Rundum-Arm-Programm bietet. Ergänzt mit Aufwärmen und anschließendem Dehnen und erweitert um einige weitere Trainingssätze kann man so eine Menge für eine Kräftigung der Arme und des oberen Rückens tun.

Jetzt gilt es, am Ball zu bleiben. Ich will zunächst nur 2 kurze Videos pro Woche machen. Mal schauen, was Youtube noch zu bieten hat. Die weiteren Videos, die wir ausprobieren, teile ich jeweils auf meiner Facebook-Seite. Am Mittwoch haben wir übrigens das nächste Sport-Date. Macht ihr mit?

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7 Gedanken zu “Aus dem Knick kommen

  1. Das mit deinen Sportdates finde ich klasse! 🙂
    Du schreibst, bislang machst Du jeden Morgen Aufwärmübungen – da klingelt es natürlich bei mir, für dich könnten die Aufwach-Übungen wie für dich gemacht sein:

    https://kochkatastrophen.blogspot.de/p/aufwachen.html?l=1

    Der Link zielt auf Level 1, bist zu Level 15 kannst du beliebig erhöhen – wenn Du meinst, den Level jetzt schaffste sowieso, gehst eins höher. Auf Level 1 dauert das Programm insgesamt 4 Minuten. 4 Minuten! Da fällt dem größten Schweinehund und auch deiner Felicitas nix mehr zu ein – das geht ja echt noch! 🙂

    Das lustige ist: Die Übungen kann man wirklich machen, während man noch halb schläft. Erstaunlicherweise ist man danach wacher, als nach 2 Tassen Kaffee, das spart echt Zeit! 🙂

    Aber, wie gesagt: Das ist nicht fordernder, als das, was Du wahrscheinlich als Dehnungsübungen machst. Wenn Du die Aufwachübungen allerdings regelmässig morgens machst, wirst Du bald feststellen, dass Du ohne Anstrengung plötzlich viel fitter geworden bist. Ich bin damals plötzlich – bevor ich drüber nachdenken konnte – eine Treppe hinauf gerannt. Ich. Gerannt. Hinauf!

    Probier doch mal und lass mich wissen, ob es getaugt hat. 🙂

    https://kochkatastrophen.blogspot.de/p/aufwachen.html?l=1

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  2. Gut zu lesen, dass ich mich nicht alleine unangenehm bei Sport beobachtet fühle. Die Idee mit den Liegestütze an der Wand gefällt mir besonders gut. Die kann man auch mal nebenbei einschieben. Vielen Dank dafür! Und uns alle viel erfolg für 2017 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank!
      Wenn man will kann man viele Übungen mal eben nebenbei einschieben. Ich mache das auch öfter, selbst im Büro (wenn keiner gucken kann), aber oft denke ich auch gar nicht dran. Noch nicht. 🙂
      LG, Idgie

      Gefällt mir

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