Selbstbewusstsein und Zufriedenheit

Stell dir mal vor, du hättest vor gar nichts Angst. Keine Bedenken, das zu tun, was dir gefällt. Wäre das nicht genau das, was dich glücklich macht?

Auf der Suche nach Zufriedenheit im Leben stieß ich immer wieder auf die Worte Wünsche und Ziele. Doch allein durch das Erfüllen von Wünschen oder Erreichen von Zielen werden wir nicht glücklicher, solange wir nicht mit uns selbst zufrieden sind. Auch wenn wir es kurzfristig so empfinden, das Gefühl ist nur oberflächlich und von kurzer Dauer.

Das eigentliche Problem ist das mangelnde Selbstbewusstsein. Die Unsicherheiten, die uns ständig begleiten und verhindern, dass wir wir sind.

Erst vor einigen Wochen beschränkte ich mich wieder einmal selbst. Ich wollte gerne ins Kino gehen; etwas, das ich im Gegensatz zu früher (vor 30 Jahren) nur noch sehr selten tue. Mein Problem ist, dass meine Freunde meist andere oder gar keine Filme mögen. Aber mein Sohn wollte mich begleiten. Doch dann überlegte er es sich anders und … Ihr ahnt bestimmt schon was geschah: Ich blieb auch daheim.
Warum eigentlich? Warum ging ich nicht allein ins Kino?
Ich kann es nicht wirklich sagen, denn allein ins Kino zu gehen, ist nicht einmal eine so große Herausforderung.
Ich denke, tief in meinem Unterbewusstsein existiert eine Blockade, die dafür sorgt, dass ich mich nur in die Öffentlichkeit wage, wenn jemand Weiteres dabei ist und von mir (theoretisch) ablenkt.

Da ist sie wieder, die so fest verwurzelte Überzeugung, unangenehm aufzufallen, allein durch das Aussehen. Das Dicksein. Und der mich noch immer begleitende Gedanke: „Was denken die anderen von mir?“

Das soll sich ändern! Egal, ob dick oder dünn oder irgendwo dazwischen! Egal ob groß oder klein, Apfel oder Birne oder wer oder was auch immer!

Es gibt da diese drei Zonen, in denen wir alle uns bewegen: Die Komfortzone, die Wachstums- oder auch Lernzone und die Panikzone. Die Meisten bleiben am liebsten in ihrer Komfortzone, vor allem die süßen kleinen inneren Schweinehunde.

Um mehr Selbstsicherheit zu gewinnen müssen wir aber die Komfortzone erweitern. Das bedeutet, wir müssen sie verlassen.

Die Grenze verläuft bei jedem anders, deshalb musst du mal in dich gehen und überlegen, wo deine persönliche Komfortzone endet und die Wachstumszone beginnt.

Selbstbewusste Menschen haben eine riesige Komfortzone. Genau deshalb sind sie auch zufriedener. Aber es gibt wohl auch Menschen, die sich in einer kleinen Zone wohl fühlen und dort nicht hinaus wollen. Wenn du jedoch mehr vom Leben willst, so wie ich, dann wird es Zeit, sich hinauszuwagen aus der bequemen Gewohnheit!

Mein erster, wenn auch klitzekleiner Schritt ist das Online-Sport-Date mit Zweitblick. Inzwischen sind wir schon (manche werden sagen „erst“) beim vierten Sport-Tag und ich bin fest entschlossen (und auch überzeugt, es zu schaffen), diese zwei Termine jede Woche beizubehalten. Allerdings bewege ich mich noch immer sehr nahe an meiner Komfortzone, da ich daheim vorm Monitor trainiere. Für eine Vergrößerung meines Selbstbewusstseins also nicht sehr nützlich.

Deshalb überlege ich jetzt, was mich seit Jahren daran hindert, meine Wünsche, die ich neben dem Abnehmen habe, zu erreichen. Denn an so einigen Stellen bremse ich mich garantiert durch meine unterschwelligen Ängste (noch) aus. Das Ganze werde ich schriftlich festhalten und schrittweise verfolgen. Wo und wie muss ich meine Komfortzone verlassen? Nebeneffekte müssten dann ein gesteigertes Selbstbewusstsein und Zufriedenheit sein. Denke ich mir.

Macht ihr mit?

Mir kommt gerade die Idee, eine fb-Gruppe zu eröffnen, die sich mit genau diesem Thema befasst. Wo sich alle untereinander austauschen können, sich Tipps und auch Ideen geben, wie sie ihre Komfortzone erweitern ohne in die Panikzone zu gelangen. Sich gegenseitig stärken und unterstützen, um selbstbewusster zu werden. Was meint ihr, wäre das was? Hättet ihr Interesse daran?

Bis bald und Towanda!
Eure Idgie


Hier noch eine kleine Übersicht zu den drei Zonen:

Komfortzone

Kurz gesagt handelt es sich um unseren Alltagsbereich. Dazu gehören nicht nur die eigenen vier Wände sondern auch der Job und der Weg dorthin, das Einkaufen, die Kinderaktivitäten, bei vielen auch der Sport und die Freizeitgestaltung.
Es ist die Zone, in der wir uns wohlfühlen. Alles ist behaglich und bequem, berechenbar und gewohnt. Wir fühlen uns sicher.

Wachstums- oder Lernzone

Alle Tätigkeiten, die uns etwas lernen lassen, die uns aus dem gewohnten Feld holen, gehören dazu. Uns Bequeme führen meistens nur äußere Zwänge (im Job oder durch unvorhergesehene Erlebnisse unterwegs) hierher. Doch wir können die Zone auch bewusst betreten, müssen es sogar, wenn wir uns verändern und etwas Neues lernen wollen. Oft auch, wenn wir zufriedener werden wollen.
Am besten ist es, sich schrittweise voran zu wagen. Solange sich die Neuerungen als positive Aufregung zeigen, es zwar im Bauch kribbelt und wir die Umgebung unbewusst auf Reaktionen abscannen, wir aber keine Angst bekommen, solange befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Nicht zu viel auf einmal wagen, sonst fallen wir zurück in die Komfortzone und trauen uns vielleicht kaum noch hinaus.

Panikzone

Alles, was wir (noch) nicht bewältigen können, was uns richtig Angst macht, fällt in diesen Bereich. Aber auch hier kann sich die Grenze verschieben, denn mit jeder Erweiterung der Komfortzone, verändert sich auch die Grenze zur Panikzone. Ein Schritt direkt in die Panikzone ist meiner Meinung nach kontraproduktiv. So verstärkt sich die Angst nur. Also am besten gar nicht groß über Ziele in dieser Zone nachdenken, oder falls sich das Ziel doch hier befindet, den Weg dorthin in Teilschritte herunterbrechen und so die Grenze erst nach und nach verschieben.

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2 Gedanken zu “Selbstbewusstsein und Zufriedenheit

  1. Hallo meine Liebe,
    meine Woche war ein wenig stressig deshalb erst heute. Ich habe unser Sportprogramm nun um die Wii erweitert, sprich Sonntag und Mittwoch treffe ich dich in unserem virtuellen Studio und den Rest der Woche mache ich Wii Fit Sport mit dem GöGa. Ich fühle mich schon richtig sportlich:-). Meine Charge zeigt mir auch das mein Barometer sich verändert:-). Dein Power Walk ist klasse der gefällt mir immer besser. Ich habe hier letztens bei Andrea was von einem Pilates Ring gelesen…mal schaun…und nun erzähl du mal
    lieben Gruß
    Marion

    Gefällt 1 Person

  2. 🙂 Heute ist Pause bei mir. Aber ich werde nächste Woche wieder weitermachen, bis dahin kuriere ich meine Erkältung hoffentlich aus.
    Den Pilatesring habe ich mir auch gekauft. Und ja, ich mag die Power Walks auch. Die werden auch immer fordernder, so kann man je nach Verfassung sich einen aussuchen.
    Ansonsten habe ich schon meinen aktuellen „Status“ bei fb beschrieben. 🙂
    Dir einen schönen Sonntag.
    LG, Idgie

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