Waminosoin statt FreiTAGebuch

Jaaa, ich habe wieder zugenommen … Und im Moment habe ich keine Lust, jede Woche das Gleiche schreiben zu müssen, auch wenn es die bittere Wahrheit ist. Mein Gewicht schwankt derzeit leider sehr stabil, mal rauf mal runter, im Mittel um die 104 kg. Mein Geist befindet sich wohl gerade auf Urlaub, aber ich bin fest überzeugt, dass sich meine innere, unbewusste Einstellung zur Ernährung bald wieder ändert. In Bezug auf Bewegung bin ich da gerade auf dem besten Wege. Doch dazu mehr, wenn ich meine Daten ausgewertet habe.

Vor einigen Tagen überlegte ich mir dann, es wäre doch schön, euch auch an einigen Themen teilhaben zu lassen, die mich in der vergangenen Woche so interessierten oder bewegten. Und so erfand ich meine neue Rubrik: Waminosoin – klingt wie ein neues Hormon oder ein Medikament, ist aber nur eine Wortschöpfung von „Was mich noch so interessierte“.

Als erstes wäre da die partielle Mondfinsternis heute Nacht. Der Mond und besondere Himmelserscheinungen faszinierten mich schon immer. Bereits in der Schule war Erdkunde mein Lieblingsfach (dicht gefolgt von Mathe). Auch mein Vater liebte den Himmel und das Weltall. Als er starb strahlte gerade ein Vollmond auf die Erde und ich genoss den Anblick und wusste, mein Vater war auf seinem eigenen Himmelsweg. Abend für Abend stand ich in den folgenden Monaten in unserem Garten, betrachtete den nächtlichen Himmel und sprach mit meinem Vater, bis ich eines Nachts bzw. Morgens (noch im Dunkeln) das Gefühl hatte, er stünde neben mir und verabschiedete sich. Endgültig. Es war ein trauriges und zugleich befriedigenden, freundliches Gefühl. Es ging mir gut seit dem Tag. Ich wusste er ist glücklich.
So verarbeitete ich meine Trauer und im Nachhinein bin ich froh, mich einfach meinen Empfindungen und Fantasien hingegeben zu haben.
Heute verbinde ich jede Himmelerscheinung mit meinem Vater. Dadurch wurden solch besondere Konstellationen für mich noch wichtiger, und ich hoffe sehr, dass mir heute Nacht keine Wolken die Sicht nehmen.
Mal gucken, ob ich auch den Kometen entdecken kann. Das Fernrohr von meinem Vater liegt schon bereit.

Neu für mich war, dass es ein Heimwegtelefon gibt. Die Idee ist echt klasse! So manches Mal fühlte ich mich gerade Nachts schon unbehaglich in bestimmten Gegenden. Um meinen Sohn sorge ich mich auch noch immer, wenn er abends unterwegs ist; obwohl ich glaube, dass er nicht dieses Heimwegtelefon anrufen würde – das wäre wohl zu uncool. Ich habe ihn trotzdem mal darüber informiert. Selbst in unserem recht anschaulichen Wohnviertel wurde mein Mann vor einigen Jahren auf dem nächtlichen Heimweg vor dicht an dicht stehenden Einfamilienhäusern von mehreren jungen Männern überfallen, zusammengeschlagen und ausgeraubt. Ich war damals total geschockt und seitdem bin ich generell misstrauischer geworden.

Am Mittwoch habe ich als Wiedereinstieg nach meiner Erkältung nur ein leichtes Trainingsprogramm absolviert. Das „Fit & Strong“ von Jane Fonda. Kennt ihr sie auch noch aus den Aerobic-Anfängen in den Siebzigern? Ich weiß noch, wie ich damals ihr Video zig mal mittrainiert habe. Selbst den Dachgeschossraum (zumindest sah er so aus) habe ich noch bildhaft vor Augen. Ich muss unbedingt mal suchen, auf welcher Cassette ich das Training aufgenommen habe und ob die noch abspielbar ist.
Ihr Video von 2010 ist für die Generation 50+, obwohl ich sagen muss, der erste Teil ist eher für 60+ oder für völlig steife Untrainierte. Als anstrengend empfand ich das Workout nicht, so habe ich mich sehr auf die korrekte Haltung konzentriert (Bauch angespannt, richtig atmen, Schultern runter usw.) Den zweiten Teil werde ich heute noch testen, aber ich glaube, das Video kommt nicht in meine Playlist. Da brauche ich doch mehr Pepp und Anstrengung. Mein Sonntags-Trainings-Video poste ich dann wieder auf Facebook.

Ausprobieren möchte ich am Wochenende auch noch die Yogaübungen gegen Stress und das Rezept einer Gemüse-Lasagne ohne Nudeln. Ansonsten ist bei mir schon Frühjahrsputz angesagt. Ende Februar bekomme ich für einige Tage Besuch und danach werden uns wohl Haus-Interessenten die Bude einrennen, da unsere Vermieterin verkaufen möchte.
Überall Veränderungen und noch nichts ist wirklich entschieden. Da bleibt mir nicht viel mehr übrig, als im Jetzt zu leben und es so gut es geht zu genießen. Ich habe mich schon an das Gefühl gewöhnt, offen für alles zu sein. Eigentlich ist das sogar besser, als ganz konkrete Pläne zu haben, die sich dann vielleicht gar nicht verwirklichen lassen, weil die Umstände nicht passen oder ich keinen Einfluss nehmen kann.

Wir leben jetzt! Lasst es uns genießen!
In diesem Sinne ein tolles Wochenende,
Eure Idgie

 

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4 Gedanken zu “Waminosoin statt FreiTAGebuch

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