Längst überfällige Kehrtwende

Am Wochenende hatte ich einen Putzanfall in Wohnzimmer und Küche und bin ständig die Leiter rauf und runter gestiefelt. Irgendwann im Laufe des Tages fiel mir auf, dass ich das schlimmere rechte Bein gar nicht nachzog und ich freute mich richtig darüber, wie gut doch schon das moderate Training meinen Knien tut. Am nächsten Tag zeigte sich dann aber, dass doch nicht alles so rosig ist, wie ich annahm. Am rechten Knie habe ich einen ordentlichen Bluterguss, genau dort, wo der Oberschenkelknochen sein Flachten produziert hat, und angeschwollen ist das Gelenk auch. Schon morgens hatte ich beim Gehen die altbekannten Anlaufprobleme bemerkt, aber nicht weiter darüber nachgedacht.
Gestern las ich dann mal wieder einiges über Arthrose nach, und mir wurde bewusst, wie schleichend der Verschleiß sich fortsetzt. Oft sogar unbemerkt, bis dann eines Tages der schmerzhafte Protest des Körpers einsetzt. Eigentlich fies, dass der menschliche Körper so viele Schäden über lange Zeit unbemerkt kompensiert, bis es zu spät ist, gegenzusteuern. Bei Leberschäden verhält es sich ähnlich. Erst wenn 80% zerstört sind, stellen sich Beschwerden ein.
Kurz und gut, ich beschloss, mich wieder mehr um meine gesunde Ernährung zu kümmern. Bei Arthrose heißt es, dass der Körper häufig übersäuert ist. Deshalb empfiehlt sich eine basische Ernährung. Ich habe mir gleich eine Liste ausgedruckt und alle Lebensmittel markiert, die ich gerne mag und ab sofort wieder vermehrt essen will. Schwer fallen wird mir der Verzicht bzw. die drastische Reduktion von Milchprodukten. Käse und Joghurt esse ich zu gern. Aber da gibt es ja auch Alternativen. Ich muss mich nur umgewöhnen.

Wahrscheinlich brauchte ich diesen Schuss vor den Bug, bzw. das Knie, um mich wieder auf meine gesunde Ernährung zu fokussieren. Im vergangenen Jahr war ich schon auf einem guten Weg, aber seit meiner Dezember-Auszeit schlendere ich abseits auf bequemen Pfaden und lasse mich immer wieder vom ungesunden Nahrungsschlaraffenland verführen. Eigentlich müsste ich mein Brot wieder selber backen, gesundes Naschwerk herstellen, Brotaufstriche zusammenrühren und konsequent auf Weißmehl und Zucker verzichten.
Heute Nachmittag werde ich mal meine Vorräte analysieren und planen, was ich davon machen kann; da ist so einiges, für mich Gesundes dabei, vor allem an Pseudogetreiden, denn eigentlich weiß ich ja, was ich essen bzw. nicht sollte. Morgen werde ich dann das frische Gemüse und Obst dazu einkaufen und die ernährungstechnische Kehrtwende einleiten.

 

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3 Gedanken zu “Längst überfällige Kehrtwende

  1. Arthrose braucht wirklich kein Mensch, bei mir ist es der linke Fuss und die Hände vielleicht sollte ich auch mal mehr auf die Dinge achten die ich esse, bisher habe ich das immer eher kalorientechnisch betrachtet….aber Quark esse ich einfach zu gern…werde also auch mal die Suchmaschine meines Vertrauens bemühen um vielleicht Hilfe zu finden….übrigens wir machen nun allabendlich 45 Min Training das mir sehr gut bekommt.lieben Gruss Marion

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