Gelesen: „Die Hormonformel – Wie Frauen wirklich abnehmen“

Als ich mich mit den ernährungsrelevanten Hormonen beschäftigte, stolperte ich im Netz über einen Test, der unterschiedliche Hormontypen feststellt. Das Ergebnis war überraschend, erkannte ich mich doch in den meisten Punkten wieder. Und so kaufte ich mir das dazugehörende Buch und hoffte auf DIE Lösung für mein Übergewicht. Aber wie immer, wenn es um das Thema Abnehmen geht, gibt es keine ultimative Lösung. Trotzdem hielt das Buch eine Menge interessanter Aspekte und Erklärungen bereit, auch Rezepte und Bewegungsprogramme werden für die einzelnen Hormontypen empfohlen. Aber der Reihe nach:

1670_Hormonformel_UM_korr.ps, page 1 @ Preflight_2 ( Layout 1 )Die Hormonformel-Ernährung nennt sich Insulin-Trennkost, eigentlich ist sie nicht viel anders als SiS, Schlank im Schlaf. Das Buch kommt ja auch aus der Feder desselben Autors: Dr. med. Detlef Pape.

Das Grundrezept dieser Ernährung: Essen im Biorhythmus
Morgens gibt es Kohlenhydrate, Mittags Mischkost (Kohlenhydrate und Eiweiß), Abends Eiweiß, um die Fettverbrennung zu fördern.

Im ersten Teil des Buches wird erklärt, wie ein Frauenkörper überhaupt funktioniert, warum es so schwierig ist, dauerhaft abzunehmen und wie die Hormone frau dabei beeinflussen. Die Erklärungen sind sehr anschaulich und verständlich dargestellt, leuchten auch ein, doch dauerhaft merken konnte ich sie mir trotzdem nicht.
Im zweiten Teil wird intensiv auf die Ernährung eingegangen, hier gibt es einige Nahrungsmittel-Listen und auch viele Rezepte.
Die letzten beiden Teile umfassen die Themen Bewegung und Entspannung. Genau wie bei den Ernährungsempfehlungen für die unterschiedlichen Hormontypen gibt es hier auch jeweils passende Sportempfehlungen, basierend auf Yoga, Ausdauer und Muskelaufbau. Die einzelnen Programmen werden ausführlich beschrieben, einzelne Übungen sind mit vielen Bildern ergänzt. Themen wie „Wege zur inneren Ruhe“, Achtsamkeitstraining, Meditation und gesunder Schlaf bilden den Abschluss.

Besonders gut gefiel mir die Auswertungsübersicht zu dem Hormontypentest. Neben den körperlichen Beschreibungen, die bei mir recht gut zutreffen, gibt es dort konkrete Tipps zu Ernährungsfallen, Bewegungsempfehlungen und natürlich der zum Typ passenden, zu bevorzugenden Nahrung.
Bei mir kam z.B. heraus, dass für meinen Hormontyp Kohlenhydrate ein wichtiger Bestandteil der Ernährung seien. Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, probierte ich es auch mit Low Carb Ernährung und ich kam damit gar nicht gut zurecht, war unzufrieden und nie wirklich satt. Mir fehlten ständig Brot und Kartoffeln. Von daher ist die Insulin-Trennkost für mich sehr viel besser geeignet. Das einzige, was mir nicht gefällt, sind die langen Essenspausen von 5 Stunden. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass auch im Buch stand, man dürfe sich Zwischenmahlzeiten gönnen, wenn man möchte.
Inzwischen ernähre ich mich allerdings nicht mehr danach, denn dieses ewige Überlegen, wann ich denn nun Kohlenhydrate und wann Eiweiße essen dürfe, stresst mich. Es passt einfach nicht in meinen Alltag und lässt sich nur schwer mit den Vorlieben meiner Familie vereinbaren. Deshalb bin ich ziemlich schnell wieder zum Kalorienzählen übergegangen und plane als nächstes, mich mehr mit intuitivem Essen zu beschäftigen. Ich glaube, der Körper weiß ganz genau, wann er was braucht. Man muss nur lernen, ihn wieder zu verstehen.

Das Buch „Die Hormonformel“ ist schon sehr gut. Es liest sich ganz locker und ist gut strukturiert. Ich habe noch immer eine Menge Marker drin kleben, besonders im Bewegungs- und Entspannungsteil, aber auch z.B. bei der Übersicht von kleinen Eiweißsnacks. Selbst wenn man das Programm nicht komplett einhält, bringt einen diese Lektüre einen Schritt voran, besonders beim Verständnis seines persönlichen Körpers. Deshalb empfehle ich das Buch jedem, der sich vorstellen kann, sich nach den o.g. Grundregeln zu ernähren. Am besten mal vorher ausprobieren, wie gut die Verteilung der Makronährstoffe zu einem passt.

 

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