Was ist dir wirklich wichtig?

„Wer lange glücklich sein will, muss sich oft verändern.“ – Konfuzius

Das Leben wieder genießen lernen, das klingt schön. Wenn es aber trotz aller Bemühungen einfach nicht klappen will, muss etwas anderes als die eigene Einstellung nicht stimmen, nämlich die äußeren Umstände. Und wenn einem das erst einmal bewusst ist, kann man auch etwas verändern. Allerdings nur, wenn man es auch wirklich möchte.

Was ist dir wirklich wichtig?

Als die Probleme mit meinen Knien schlimmer wurden, war es mir sehr wichtig, abzunehmen. Und prompt habe ich es auch durchgezogen. Im zweiten Jahr ging es mir gesundheitlich besser, nicht perfekt, aber so gut, dass ich damit leben konnte. Das Abnehmen verlor in meinem Unterbewusstsein an Bedeutung. So erkläre ich mir, warum ich mich seit rund einem Jahr nicht mehr an meine Vorsätze halten kann. Eigentlich halten will. Der Genuss von egal was ist mir wieder wichtiger geworden als meine Gesundheit. Es ist wie früher: Ich bin dick, aber mir geht’s doch gut. Warum sollte ich abnehmen?
Versteht mich nicht falsch, ich wollte mein Leben lang schlanker sein, aber ich wollte es eben nicht dringend genug. Es gab viele Dinge mit höherer Priorität. Sei es das faul auf der Couch sitzen und Serien gucken oder Bücher lesen oder das schmackhafte Essen, ohne viel Aufwand in der Küche zu betreiben (früher schmeckten mir noch Maggi-Würzmischungen & Co).

Anchu Kögel listet in seinem Bericht so wunderschön die Gründe für diese Selbstsabotage auf. Davon treffen auch einige auf mich zu: mangelnde Disziplin, schlechte Gewohnheiten, ich denke auch mangelndes Selbstvertrauen und wohl auch das falsche Umfeld im Alltag.

Sind dir deine Ziele wichtig genug, dass du für sie über deinen Schatten springen willst?

Mir wohl noch nicht, sonst würde ich sie viel konsequenter verfolgen. Ich bastele im Moment an jedem je nach Lust und Laune mal ein bisschen herum, verfolge aber keines richtig. Dabei kann man sie sogar wunderbar kombinieren. Ernähren muss ich mich sowieso und den ganzen Tag am PC sitzen und an meinem Buch tippen halte ich nicht aus (da tut mir der Hintern so weh), also benötige ich zwischendurch Bewegung. Frische Luft sorgt außerdem dafür, dass der Kopf frei wird. Ich gewinne also nicht nur Gesundheit sondern auch Ideen und Schaffenskraft dadurch.
Warum nur verfolge ich dann meine Ziele nicht intensiver?

Ich schätze, irgendeine unterschwellige Angst vor dem Ungewissen sabotiert mich. Eine mir unbewusste Angst, die ich nicht verstehe und nicht greifen kann. Also muss ich sie durch Gewohnheiten zurückdrängen und einsperren, bis sie sich auflöst.

Gewohnheiten zu ändern ist nicht leicht.

66 Tage soll es im Durchschnitt dauern, also rund 2 Monate. Das Problem ist, dass der Mensch zirka 80% seiner Handlungen automatisch tätigt, ohne dass der Kopf sie überhaupt gezielt beeinflusst. Und diese 80% bestreiten den für einen persönlich bequemsten Weg. Also müssen wir diesen 80% einen anderen Weg als den bequemen präsentieren und den dann zu dem bequemen werden lassen.
Wie viele Sportler (auch Hobbysportler) genießen es, aktiv zu sein. Für sie ist die Bewegung wie eine Belohnung.

Zunächst einmal muss man sich seine Ziele visualisieren, das positive Gefühl dabei entsteht von selbst. Bilder, Notizen, Sprüche (Affirmationen), Erinnerungen kann man dazu rund um sich herum verteilen. Empfehlenswert sind dabei die Orte, wo man die langfristigen Ziele gerne zugunsten des sofortiges Genusses verdrängt.

Im zweiten Schritt macht man sich klar, was einen vom Erreichen des Zieles abhält und verbindet das mit negativen Bildern. Schmerzhaften Folgen und grässlichen Visualisierungen. Das Negative, was bisher für das Unterbewusstsein gut war, muss abschreckend wirken. So ähnlich wurde es damals auch in der Folge odysso erklärt, ich berichtete in dem Zusammenhang ja schon mal von der WOOP-Methode.

Dann gilt es die erkannten Hindernisse auszuschalten. Dazu benötigt man unter Umständen einen Plan, denn nicht jedes Hindernis ist einfach nur ein Glas Nuss-Nougat-Creme im Regal oder die Leberwurst im Kühlschrank.

Soweit die Theorie. Ich werde nun mal loslegen, sie in die Praxis umzusetzen:
Ziele definieren und positiv vorstellen, Hindernisse auf dem Weg dorthin erkennen und mit einem Gegenplan eliminieren. TOWANDA!

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