Trübe Stimmung mit blauen Lichtblickstreifen

Am vergangenen Wochenende hatte ich ganz miese Laune. Genaugenommen war es keine Laune sondern die Reaktion meines Gemütes auf die äußeren Umstände, die mich doch sehr mitnahmen. Mal wieder… Ich muss da noch mehr an mir arbeiten, es einfach abprallen zu lassen.

Zurzeit übe ich mich im Gewichthalten. Das ist zwar so nicht von mir gewollt, aber es stört mich auch nicht besonders. Es ist schwierig, sich absolut unter Esskontrolle zu halten, wenn einem die Psyche schräg kommt – da verlagern sich manchmal die Prioritäten. Hauptsache es geht nicht nach oben und ich lasse mich nicht gehen, so wie früher.

Ein wenig unheimlich finde ich, dass ich irgendwie Dinge anziehe, die gerade zu meiner Stimmung passen. Oder gibt es doch so etwas wie eine mystische Eingebung von werweißwoher, die mehrere Menschen in meinem Umfeld trifft?
Ich erhielt gleich zwei Beiträge in meinen Timelines, die genau zu meinen Gedanken passten, und das, obwohl ich mich am Wochenende überwiegend offline getummelt hatte. In beiden Berichten geht es um die Schwierigkeiten beim Abnehmen bzw. um das Zunehmen , wenn die Psyche nicht mitspielt, mitspielen kann. Interessant und auch beruhigend, dass andere es genauso empfinden wie ich.

Dick durch Druck und Stress. Wie der Falle entfliehen?!
Sich selbst annehmen. Mal wieder.

In beiden Beiträgen erkenne ich mich wieder. In meinem Kopf klingt regelmäßig ein Satz aus einer meiner Lieblingsserien (Supernatural): Die Seele hat Hunger.
Ich glaube, auch meine Seele ist hungrig. Nach Freiheit und Liebe. In genau dieser Reihenfolge. Vermutlich ein Widerspruch in sich, es sei denn man findet genau den Gegenpart, der auf absolut gleicher Wellenlänge schwingt, was sehr unwahrscheinlich ist.

Ich bin mal ein wenig in mich gegangen. Als Kind wurde ich dick, weil ich von einer sehr bestimmenden Mutter beherrscht wurde. Ich zog mit 19 aus und war … FREI. Ich lebte MEIN Leben und nahm ab. Das hielt auch die ersten Jahre meiner einige Zeit später folgenden Beziehung über, doch dann nahmen Druck und Stress wieder zu und ich ebenso. Noch war ich glücklich, ich hatte ja Liebe, und die kompensiert eine Menge. Als die Liebe schwand fiel mir auf, wie lange die Freiheit sich schon aus meinem Leben verzogen hatte. Das Vertrackte ist, ich kann sie nicht so einfach wiedererlangen, ohne dabei drastische Einbußen hinnehmen zu müssen, zu denen ich nicht bereit bin.
Jetzt habe ich (überspitzt gesagt) kaum Liebe und kaum Freiheit – so fühlt es sich für mich, absolut subjektiv betrachtet, aktuell an. (Manch einer auf dieser Welt würde bestimmt liebend gern mit mir tauschen, aber das stimmt mich auch nicht positiver.)
Als Ausweg sehe ich nur, mich gezielt zu entspannen, auf das Gute in meinem Leben zu konzentrieren (und ehrlich gesagt gibt es davon noch eine Menge: mein Sohn, mein Hund, meine Schwester, meine Freundinnen, auch mein Lebensstandard ist recht angenehm, wenn auch etwas unsicher.) Wenn ich nicht immer an alle Möglichkeiten und Folgen denken würde, die mich heimsuchen könnten, mich mehr auf das Jetzt konzentrieren könnte, dann ginge es mir schon besser. Ich muss daran arbeiten. Dringend. Auch daran, mich einfach so zu akzeptieren, wie ich bin. Dick. Launisch. Unzufrieden. Trotzdem aber auch zuverlässig.

Und jetzt stelle ich gerade erschreckt fest, dass mir meine negativen Eigenschaften sofort einfallen und ich nach positiven suchen muss. Das war mal umgekehrt, und da fiel mir garantiert nicht die Zuverlässigkeit zuerst ein. Ich muss an meiner Einstellung arbeiten. Ich will wieder der optimistische, gutgelaunte Mensch werden, der das Leben liebt. Der seine Interessen voller Enthusiasmus verfolgt und damit andere anstecken kann. Jemand, der sich leiden kann und für den das Glas immer halb voll und nicht halb leer ist. Auch mit 52. Das Leben ist noch lange nicht vorbei und was in 5 oder 10 Jahren sein kann … Scheiß drauf! Hauptsache ist doch, dass ich dann noch gesund bin und mich bewegen kann. Alles andere findet sich. Hat sich immer gefunden, und es war nie wirklich schlecht.

Um es mit Mark Foster zu sagen: „Egal was kommt, es wird gut, sowieso. Immer geht ne neue Tür auf, irgendwo.“

Und das, was hinter dieser Tür liegt, werde ich mir nicht versauen! Ich arbeite weiter an meiner Gesundheit! Und an meiner Psyche. Towanda!

Und zum Abschluss noch mein derzeitiges, absolutes „Gute-Laune-Lied“: „Be mine“ Der Text ist nicht gerade einfallsreich, aber der Song reißt mich jedes Mal mit, wenn ich ihn höre. Da zuckt mein Bein und ich beginne zu tanzen.

Liebe Grüße,
Eure Idgie

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