FreiTAGebuch

Raus aus dem Trott

Zuhause zu sein, bedeutet mir sehr viel. Ich bin gern daheim, mache es mir dort gemütlich und genieße es. Ein Stubenhocker bin ich, wie schon meine Eltern immer sagten. Sie wollten mich damit provozieren, damit ich mehr raus gehe, doch sie schafften es nicht. Zudem war meine Mutter immer das absolut unpassende Vorbild, blieb sie selbst doch auch am liebsten daheim. Vielleicht basiert meine Stubenhocker-Vorliebe auch ursprünglich auf den schon immer zu vielen Pfunden, aber die Ursache ist eigentlich egal. Ich mag es halt, in meinen vier Wänden (und dem Garten) zu sein.

Seit sich aber das Zusammenleben mit meiner eigenen Familie zu einem immer anstrengenderen Unterfangen entwickelte, veränderte sich phasenweise das Wohlgefühl zum Negativen. Lange habe ich über alles Mögliche gegrübelt, bin alle Eventualitäten im Geiste durchgegangen, habe versuche, Pläne zu schmieden. Da ich aber im Moment nicht so wie sonst mein Leben planen kann, muss ich einen anderen Weg finden. Auf der Suche danach (ich frage mich, warum ich nicht mal mehr weiß, was ich will) kam ich nach langer Zeit zu diesem Zwei-Punkte-Entschluss:

Punkt 1: Ich reduziere den Einfluss der Medien auf mich! Soziale Medien (wo ich immer so tolle Bilder und Nachrichten von anderen „Super-Leben“ und haufenweise tolle Ratschläge erhalte) und auch das Fernsehen (oftmals erwischte ich mich schon dabei, diese unsinnigen Nachmittags-Sendungen mit Laiendarstellern zu schauen – da regt man sich während des Guckens über die schlechte Qualität auf, schaut aber trotzdem weiter, weil man wissen möchte, wie’s ausgeht … Aber auch viele Dokus wollen einem erklären, wie man zu leben hat bzw. leben könnte. Neee! Schluss damit!). Kaum noch Einfluss von außen und hoffentlich bald das Erkennen meiner echten Wünsche.

Punkt 2: Ich muss unter Menschen! Bereits Anfang 2017 wollte ich das eigentlich tun … Es fällt mir schwer. Aber ich bin inzwischen überzeugt davon, dass ich noch jahrelang weiter ziellos (vom Abnehmen mal abgesehen, aber auch da hapert’s ja gerade) vor mich hinlebe, wenn ich mich nicht mehr nach draußen wage und einfach auf- und annehme, was mich dort erwartet bzw. mir dort begegnet. Vielleicht treffe ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort einen neuen Anstoß, der meinen untergegangenen Enthusiasmus wieder aufleben lässt.
Mein Selbstbewusstsein wird es auch stärken. Hoffe ich. Das Ganze muss ich allerdings schrittweise tun, sonst ziehe ich mich ganz schnell wieder zurück. Also in der Fußgängerzone auf die Erde legen und warten, dass mich jemand fragt, was ich da tun würde, und ich soll dann antworten, ich hätte gerade Lust gehabt, mich hinzulegen, das schaffe ich nicht.

 


 

Ernährung für Vitalität

Da ich fast jeden Nachmittag total müde bin, listete ich mir mal wieder die Lebensmittel auf, die einen mit Energie versorgen sollen. Dabei stieß ich auf eine Stoffwechselernährung, bei der man die Nahrung nach Verdauungsdauer getrennt bzw. optimal kombiniert essen soll. Klingt an sich logisch, wenn der Salat nur 20 Min. verdaut, Kartoffeln aber bis zu 3 Stunden brauchen. Nicht so ganz verstanden habe ich allerdings, was die Reihenfolge bringen soll, wenn ich nach dem Salat die Kartoffeln esse. Da sind noch keine 20 Min. vergangen, also verzögert sich die Gesamtverdauung doch trotzdem. Für mein Verständnis macht so eine Ernährungsform nur Sinn, wenn ich solche Nahrungsmittel absolut getrennt voneinander zu mir nehme. Das ist mir aber schon wieder zu aufwändig und ich stelle es mir auch nicht so schmackhaft vor. Als dann in einem Artikel auch noch der abendliche Verzehr von Obst empfohlen wurde, erinnerte ich mich an mein Vorhaben, mich nicht mehr so beeinflussen zu lassen. Laut anderen Ernährungsrichtlinien soll man abends gar kein Obst essen, da es über Nacht im Verdauungstrakt gären würde. Ach ja, all diese guten Ratschläge, wie man sich gesund ernährt. Was soll man da noch glauben?

Wenn ich an die TV-Doku „Die große Zuckerlüge“ denke, die diese Woche auf arte lief, wird mir klar, dass alle Studien und wohl auch Ernährungsweisheiten auf Profitgier basieren. Wie soll man da herausfiltern, was wahr ist? Jeder möchte mit seiner „Weisheit“ Geld verdienen, und die großen Konzerne ihren Umsatz erhöhen. Da finde ich die Erkenntnisse ganzer Völker und ihrer Lebensgewohnheiten viel glaubwürdiger. Die Alten von Okinawa zum Beispiel. Sie essen viel Obst, Gemüse, Reis und Fisch, aber wenig Fett und Fleisch, und sie nehmen deutlich weniger Kalorien zu sich als wir in den Industrieländern.
Ich denke, meine nachmittägliche Müdigkeit resultiert auch aus meiner zu großen Kalorienzufuhr am späten Mittag, wenn ich absolut hungrig nach Hause komme. Insgesamt finde ich den Trenn-Gedanken aber auch nicht ganz schlecht. Bekannt ist ja, dass vor allem Zucker und Fett nicht kombiniert gegessen werden sollte, was ja bei Kuchen, Naschzeug und Knabbereien eigentlich immer der Fall ist.

Ihr seht, ich habe noch immer nicht meinen Weg gefunden und bastele weiter an meiner Ernährung. Ich hoffe, es langweilt euch nicht schon?

 


 

Wochenrückblick

Mein Gewicht stagniert noch immer. Ich strenge mich zugegebenermaßen auch nicht übermäßig an, im Kaloriendefizit zu bleiben. Ich gehe täglich mit dem Hund spazieren und mache seit einigen Tagen gezielte Knie-Übungen, um die Beinmuskulatur zu stärken und zu dehnen. Da meine Arthrose sich kaum noch bemerkbar macht, höchstens nach längerem Sitzen, denke ich, das ist genau der richtige Weg, um ein Voranschreiten zu verhindern.
Zu mehr reicht meine Energie gerade nicht, zumal ich einiges Lästiges zusätzlich um die Ohren habe. Es kommen wieder andere Zeiten. Da bin ich mir sicher.

Bleibt am Ball, auch wenn’s mal nicht so reibungslos vorangeht. Ich versuche es auch tagtäglich. Und genießt euer Leben. Jeden einzelnen Tag! Towanda!

Eure Idgie

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