Kann die richtige Ernährung das Abnehmen optimieren?

Gestern las ich in einer P.M. Zeitschrift einen Artikel über die Verdauung. Die interessantesten Aussagen daraus fasse ich mal zusammen, denn einiges davon war auch mir neu, obwohl ich schon so viel über dieses Thema gelesen habe.

Zitate

„Charles Sherrington (Neurowissenschaftler) hat beobachtet, dass selbst Menschen, deren Magen operativ entfernt worden war, weiterhin Hunger verspürten.“

„Bereits 1912 wurden bei Obduktionen sehr stark übergewichtiger Menschen Schädigungen im Hypothalamus entdeckt, was dafür spricht, dass diese Region eine Rolle bei der Regulierung des Appetits spielt.“

Steuerungszentrale Gehirn

Wenn wir hungrig sind, schüttet unser Körper ja das Hormon Ghrelin (darüber berichtete ich schon mal) aus. Gesteuert wird das allerdings nicht vom leeren Magen, sondern vom Gehirn. Und das tut es je nach Gewohnheit. Deshalb kommen manche Menschen mit zwei Mahlzeiten wunderbar durch den Tag, während andere fünf brauchen. Möchte man daran etwas verändern, muss man an seiner Gewohnheit arbeiten. Da dies aber unbequem für das Belohnungszentrum ist, wird das Gehirn lange Zeit gegensteuern. Deshalb fällt es uns meistens sehr schwer, Ernährungsumstellungen durchzuziehen.

Sättigungshormone

Auch zur Sättigung wurden Beobachtungen angestellt. Versuchspersonen bekamen die beiden Sättigungshormone CCK und PYY verabreicht und wurden dann auf ein All-you-can-eat-Büfett losgelassen. Sie aßen rund ein Drittel weniger als die Kontrollgruppe, die nur eine Kochsalzinjektion erhalten hatten. Da stellt sich die Frage, warum man nicht einfach mit den beiden Hormonen das Abnehmen unterstützen kann? Aber um das zu beantworten, muss man wohl tiefer in die Materie einsteigen.

Sättigung durch Makronährstoffe

Nicht alle Nahrungsmittel sättigen uns gleichermaßen, das ist für die Meisten von uns ja nichts Neues.
Raffinierte Kohlenhydrate werden im Magen rasch abgebaut, während Ballaststoffe deutlich länger dort verweilen und uns länger sättigen.
Proteine und auch Zucker sorgen für eine schnellere Sättigung.
Fett dagegen senkt den Ghrelinspiegel deutlich langsamer, weshalb wir Gefahr laufen, zu viel davon zu essen.

Magenaktivität

Die Magensaftproduktion, die die Nahrung verdaut, ist übrigens morgens am geringsten. Zwischen 12 und 14 Uhr erreicht sie ihren Höhepunkt. Abends dauert die Magenleerung noch länger als Vormittags, denn nachts halbieren sich die Magenbewegungen, die für das Leeren zuständig sind. Kalorien, die wir Morgens aufnehmen werden also besser verarbeitet und verbraucht als die, die wir abends essen.
Vielleicht empfiehlt es sich wirklich, zum Frühstück Kohlenhydratreiches, Mittags ausgewogene Mischkost und Abends eher Eiweißreiches zu sich zu nehmen, das einen schneller sättigt, sodass man nicht so viel isst.

Groß und Klein

Interessant fand ich auch die Aussage, dass größere Menschen eine höhere Stoffwechselrate haben als kleinere, folglich auch einen höheren Grundumsatz. Schon gemein, finde ich. Nicht nur dass kleinere Menschen eh schon ein geringeres Normalgewicht haben, sie dürfen sich auch noch über einen niedrigeren Tagesbedarf an Kalorien freuen. Dürfen also weniger essen und müssen auch noch mehr abnehmen …

 


Quelle: P.M. Welt des Wissens, Ausgabe Mai 2009

 

Advertisements

3 Gedanken zu “Kann die richtige Ernährung das Abnehmen optimieren?

  1. Hallöchen.
    Toller Artikel, da auch mal was anderes aufgegriffen wird. Das Thema Abnehmen und Ernährung ist ja seeeehr komplex. Da finde ich es gut, wenn man das aus verschiedenen Blickwinkeln sieht.

    Liebe Grüße
    Thomas

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s