Gute Futterverwerter

Es gibt sie tatsächlich, die guten Futterverwerter. Inzwischen wurden auch erste Forschungsergebnisse dazu bekannt: die Epigenetik und die Erfahrungen in der Kindheit sind verantwortlich. In unserem Körper schlummern viele inaktive Gene. Bei der Nahrungsverwertung werden bestimmte Erbanlagen durch Hunger aktiviert. Wenn also meine Mutter Hunger leiden musste, was ja in der Kriegs- und Nachkriegszeit der Fall gewesen war, dann aktivierten sich bei ihr die Nahrungsverwertungsgene, die das Optimum an Nährstoffen aus der Nahrung herauszogen. Diese aktivierten Gene hat sie mir vererbt, und zwar als aktive Gene. Ich wurde also schon mit einer optimalen Nahrungsverwertung geboren. Aber wurden wir das dann nicht fast alle? Und trotzdem gibt es eine Menge Menschen, die scheinbar nicht zunehmen können. Oder haben die alle nur ihre Ernährung im Griff?

monkey-205736_640Schauen wir uns mal an, was noch alles für ordentlich Speck auf den Rippen sorgen kann:

Ballaststoffe sind gesund und kalorienfrei. Für die meisten Menschen. Viele Menschen können jedoch auch Ballaststoffe in Kohlenhydrate umwandeln und nehmen somit u.U. bei der gleichen Nahrung mehr Kalorien zu sich als andere. Ob man ein Ballaststoff-Verwerter ist, kann man gut durch Selbstbeobachtung feststellen, denn bei der Umwandlung in Kohlenhydrate bilden sich Darmbakterien, die Blähungen und sogar Bauchschmerzen oder Durchfall hervorrufen können. Falls dies nicht passiert, kann man davon ausgehen, mit Ballaststoffen keine zusätzlichen Kalorien zu produzieren.

Im Darm verarbeiten Bakterien die Nahrung und filtern die für den Körper wichtigen Nährstoffe heraus. In medizinischen Studien hat man festgestellt, dass Übergewichtige besonders viele, sogenannte Firmicuten (Bakterien) besitzen. Dadurch wird die Nahrung noch effektiver verwertet und in Fettpolster umgesetzt. Außerdem wurde beobachtet, dass sich die Firmicuten bei dicken Menschen besonders wohlfühlen und sich auch noch vermehren. Ernährt man sich über einen längeren Zeitraum (wie lange war dort nicht zu lesen, aber ich gehe schon von mehreren Wochen, wenn nicht Monaten aus) kalorienärmer, verringern sich die Firmicuten wieder.

Aber damit noch nicht genug. Mediziner haben auch festgestellt, dass der menschliche Körper lernfähig ist. Das bedeutet, bekommt er immer wieder die gleiche Nahrung, zieht er nach und nach immer mehr Nährstoffe heraus. Ein und dasselbe Lebensmittel wird also immer kalorienhaltiger, je häufiger wir es essen. Hier ist Abwechslung die einzige Lösung.

Kommen wir zum Stoffwechsel. Je nach Aktivität der Schilddrüse ist der Stoffwechsel langsamer oder aktiver. Frauen haben ab ungefähr 40 Jahren eine zurückgehende Aktivität der Schilddrüse, weshalb das Abnehmen bei ihnen langsamer abläuft. Es gibt aber noch mehr Faktoren, die den Stoffwechsel beeinflussen, heißt es. Leider sind die noch ziemlich unerforscht.

Und zum guten Schluss wäre da noch das Fett, und zwar das braune Fett. Jeder Mensch besitzt es. Man findet es vor allem im Nacken, am Hals und unter den Schlüsselbeinen. Braunes Fett hilft dabei, den Körper zu erwärmen, dabei verbraucht es Energie. Es verbraucht pro Tag ungefähr 100 bis 500 kcal. Bei Studien hat man festgestellt, dass schlanke Menschen mehr braunes Fett besitzen als übergewichtige.

Angeblich soll bei Dicken die wärmeisolierende, normale Fettschicht dafür sorgen, dass weniger Nahrungsenergie verbraucht wird. Durch Frieren könnten wir also unseren Grundumsatz erhöhen. Ich muss aber zugeben, dass ich das ein wenig albern finde und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so viel bringen soll. Dann lieber Sport treiben, denn …

Muskeln sind enorme Energieverbraucher im Körper. Nicht nur während der Bewegung, auch im Ruhezustand konsumieren sie einiges. Je stärker die Muskeln sind, desto mehr Energie verbrauchen sie. Wenn man abnehmen will, sollte man also  außer Ausdauersport auch Kraftsport betreiben. Mithilfe dieser Muskeln werden die Fettpolster beschleunigt verbrannt.

Quellen:

http://erfolgreich-abnehmen-durch-hintergrundwissen.de/index.htm

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/05/dna-diaet-gene-ernaehrung

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